Jede Reise braucht seine Vorbereitungen und an erster Stelle steht dabei wohl die noetige Zeit und das liebe Geld:
Kostencheck: Ich habe fuer meinen Flug von Muenchen nach Tokio und zurueck im Jahr 2006 ca. 850 Euro bezahlt.
( Inclusive Flughafengebuehr und Transportzuschlag fuer sperriges Sportreisegepaeck von Deutschland aus )
Ausserdem bin ich im Schnitt pro Tag mit ca. 50 Euro ausgekommen. Darin waren alle Ausgaben enthalten von Eintrittsgeldern, gelegentlichen Bahnfahrten, Ubernachtungen in billigen Ryokans wenn es geregnet hat oder kein Platz fuer das Zelt gefunden wurde, Ausgaben fuer Essen, kleine Souvenirs usw. - -
Ich habe dabei schon etwas spartanisch gelebt, was nicht Jedermanns Sache ist.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass man ja nicht zum "Leiden und Knausern" die weite Reise gemacht hat und sich ohne grosse Freude nur so "zum Ueberleben durchschlaegt" - das waere wohl jammerschade und den ganzen Aufwand nicht wert. Auch einen erklecklichen Sicherheitsbetrag fuer unvorhergesehene Situationen sollte man zur Verfuegung halten.
10 000 Yen entspricht etwa 63 Euro
( 2006 )


Vor der Landung in Japan - also schon in Deutschland ein paar japanische Yen fuer die ersten Stunden im japanischen Flughafen und am S-Bahnhof nach Tokio parat zu haben, ist sicher sinnvoll. Leider sind jap. Yen in Deutschland nur an wenigen Stellen zu kaufen
( Eine Quelle gibt es z.B. im Muenchner Hauptbahnhof ) Falls man doch keine Yen mehr rechtzeitig auftreiben kann ist der direkt am Narita-Flughafen angebotene Kurs aber durchaus akzeptabel. Es werden Euro, Dollar und Reiseschecks problemlos eingeloest.
Neuerdings soll es aber moeglich sein, mit gewoehnlichen Euro-Scheck-Karten ( keine Kreditkarten ! ) an japanischen Bankautomaten Geld abzuheben - und das zu den gleichen Gebuehren wie in Deutschland! Inwieweit sich diese Information bestaetigt und welcher Kurs dabei gilt, darueber werde ich in naechster Zeit hier berichten.
Rechtzeitig Reisepass auf Gueltigkeit (Ablaufdatum) ueberpruefen und ggfs. noch neu beantragen.
( Wenn man laenger als 180 Tage in Japan bleiben will, brauchen deutsche Bundesbuerger ein Visum
- Infos darueber findet man hier )
Sichtvermerke im Reisepass
Nuetzliche Tips fuer unterwegs:
Unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschliessen ( gute Angebote fuer die Grundversorgung gibt es schon unter 1 Euro pro Tag - Im Notfall, nach aerztlicher Behandlung in Japan sollte man bei der Bezahlung auf einer Quittung in englischer Sprache bestehen.
Ein aerztlicher Allgemein-Check vor der Abreise (auch beim Zahnarzt) ist bestimmt empfehlenswert. Impfungen werden keine verlangt, aber im Notfall ist gut zu wissen, was fuer Impfungen man schon bekommen hat. ( Typ und Datum )
Nachdem man sich ueber die zu besuchenden Ziele und die maximale Reisedauer klar geworden ist, unbedingt eine schriftliche Tabelle ueber den Ablauf der Reise nach zu besuchenden Sehenswuerdigkeiten und dem dafuer geschaetzten Zeitaufwand verfassen
( dabei entsprechende "Sicherheiten" einplanen damit man auf keinen Fall seinen Rueckflug versaeumt ) ...
Adresslisten - Email-Adressliste, Telefonliste, Reiseplan usw. unbedingt vor Verlust schuetzen - andernfalls droht erheblicher "Aerger" ! Ich hatte zu diesem Zweck auf meiner homepage eine eigene Seite mit einem Passwort geschuetzt
und persoenliche Daten so in jedem Internet-Cafe fuer mich abrufbar gemacht; sogar das dicke Handbuch meiner rel. neuen Kamera hatte ich abgescannt und auf die homepage hochgeladen um das klotzig, schwere Teil nicht auch noch mitschleppen zu muessen.
Einfache Landkarten in Romaji ( also in westlicher Schrift ) sind in Japan nur sehr schwer zu bekommen. Man bekommt selbst in grossen Buchhandlungen nur rel. dicke "Waelzer" fuer Motorrad- oder Autofahrer. Ein gute Alternative war fuer mich die billige oder manchmal sogar kostenlose Karte die man in vielen Jugendherbergen bekommt. Auf dieser sind die Orte zwar auch nur in Japanisch geschrieben, aber das hat auch grosse Vorteile wenn man unterwegs mal nach dem Weg fragen muss und dabei diese Karte vorzeigen kann.
Ausserdem habe ich mir hin und wieder von vielen freundlichen und hilfsbereiten Zufallsbekanntschaften mit einem Stift die westliche Schreibweise der wichtigsten Stationen fuer die kommenden 100 bis 200 km auf der Karte dazuschreiben lassen.

Ausschnitt einer kostenlosen Japan-Karte wie man sie z.T. in Jugendherbergen bekommen kann
Das Besorgen von persoenlichen Medikamenten fuer die Reisedauer und auch die Beschaffung von Ersatzteilen fuer seinen Typ Fahrrad kann einige Zeit in Anspruche nehmen und sollte rechtzeitig geschehen um Stress "im letzten Moment" zu vermeiden. Besonders der obligatorische Fahrradsack fuer Bahnfahrten kann u. U. schwer zu beschaffen sein. Ich habe ihn mir von einer Spezialnaeherei nach meiner eigenen Skizze extra anfertigen lassen.
Wenn man sich fuer diese Reise eine neue Kamera gekauft hat, empfiehlt es sich eine Rechnungskopie mitzunehmen um bei der Rueckkehr am Flughafen keinen "Einfuhrzoll" zahlen zu muessen.
Fuer die Fahrrad-Laufraeder habe ich mir sog. Slicks-Reifen besorgt, die fuer Ueberlandfahrten besser geeignet sind als grobe Stollenreifen. Diese haben einen geringeren Abrollwiderstand und auf Asphalt eine leiseres Laufgeraeusch.
Wer noch niemals selber einen Schlauch gewechselt oder geflickt hat, tut gut daran einen "Trockenversuch zu Hause" zu machen
Eine kleine Testtour mit dem Fahrrad und allen Ausruestungsgegenstaenden, die man auch in Japan verwenden will, ist wichtig und nuetzlich - eventuell sogar mit einer Nacht im Zelt - Das Einpacken des Fahrrads in den Transportsack und auch das Zusammenbauen sollte ein bis zweimal komplett, reibungslos und flott von der Hand gegangen sein.
Beim Packen des Rucksacks und des Handgepaecks sollte man fuer den Flug auf optimierte Gewichtsverteilung achten, d.h. durchaus schwere Teile, die aber nicht viel Platz brauchen, ins Handgepaeck ( bis zu 5 kg ) also z.B. den dicken Reisefuehrer, ggfs. Fotoausruestung, die abmontieren Klickpedale, event. Radel-Klickpedalschuhe usw. Unbedingt aber darauf achten, dass man keine spitzen Gegenstaende wie Werkzeuge, Messer, Schraubendreher usw. ins Handgepaeck packt. Fuer die gesamten Packvorbereitungen hat sich bei mir eine preiswerte Federwage, die ich an der Zimmerdecke aufgehaengt hatte, bestens bewaehrt. Wenn es doch knapp wird mit dem Gewicht, kann man auch noch als Notloesung alle ins Gewicht fallenden Kleidungsstuecke im Flugzeug am Leib tragen !
In Japan kann man so ziemlich alles, was es bei uns gibt, auch kaufen ( wenn auch meist zu etwas hoeheren Preisen ) ! Ich wuerde aber trotz etwas hoeherer Preise in Japan lieber etwas zu wenig Kleidung und andere Ausruestung mitnehmen als dass man ueberzeahliges Zeug als Ballast auf der ganzen Tour mitschleppt.
Ein paar Euros fuer in Japan zu kaufende Ausruestung bzw. Kleidung zu reservieren ist in jedem Fall gut.
Falls man doch etwas zuviel Gepaeck mitgenommen hat, bleibt noch die Loesung, dass man die Sachen die man zu Hause gern wieder haben moechte per Paket nach Deutschland zurueckschickt ( Das ist jedoch rel. teuer und man braucht fuer so eine Aktion mindestens einen halben (Urlaubs-) Tag! )
Ein "Japan-Rail-Pass" der aber maximal fuer 3 Wochen gueltig ist, kann fuer manchen von Vorteil sein. Man kann damit ohne Zusatzkosten einigermassen preisguenstig und beliebig oft fast alle Bahnen benutzen. Diesen "Japan-Rail-Pass" kann man aber nur ausserhalb Japans kaufen und bekommt bis zur Ankunft einen Gutschein (Voucher), den man dann gleich im Flughafen (Narita) einloesen kann. Fuer mich war diese Option jedoch wegen meiner rel. langen Reisedauer und weil ich moeglichst viel selbst fahren wollte, nicht interessant. Infos ueber dieses Thema mit Preisangaben gibt es hier